„Wir stehen an den Toren der islamitischen Welt“ – Die Wehrmacht und die panislamische Nazi-Propaganda im Kaukasus

Gegen Ende Juni 1942 begann die deutsche Wehrmacht ihre große Sommeroffensive im Osten. „Operation Barbarossa“ war gescheitert, der Bewegungskrieg im russischen Schlamm stecken geblieben. Nun sollte „Fall Blau“ das deutsche Heer aus seiner aussichtslosen strategischen Lage befreien. Geplant waren mehrere operationale Ziele, die von den Heeresgruppen A und B der Heeresgruppe Süd ausgeführt werden sollten. Heeresgruppe B sollte weiter nach Osten vorstoßen, dabei größere sowjetische Truppenverbände einkesseln, dann bei Stalingrad die Wolga erreichen und den Fluss als Transportweg sperren. Zu guter Letzt sollte Heeresgruppe B auch noch eine Front im Norden aufbauen, um Heeresgruppe A den Rücken frei zu halten. Diese hatte nämlich zur Aufgabe über den Don gen Süden vorzudringen und dort die Ölfelder von Maikop, Grosny und Baku unter Kontrolle bringen.

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Deutsch-Afghanische Beziehungen vom 1. bis zum 2. Weltkrieg

Als sich 2001 die ISAF-Mission unter NATO-Führung nach Afghanistan begab, wurden vor allem die deutschen Soldaten mit großer Freude vom afghanischen Volk empfangen und sogar die zerstrittensten afghanischen Parteien waren sich darin einig, dass kein anderes Land geeigneter sei, die Afghanistan-Konferenz auszurichten als Deutschland. Im kollektiven Gedächtnis der Afghanen scheint also ein sehr positives Deutschland-Bild tief verankert zu sein, dagegen taucht Afghanistan im deutschen Äquivalent höchstens auf in Verbindung mit Peter Strucks ,,Die Sicherheit Deutschlands wird auch am Hindukusch verteidigt‘‘.

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Was ist eigentlich….? Antisemitismus

Wir hören dieses Wort in letzter Zeit wieder überall. Theoretisch sollten wir die Definition aus dem Stegreif aufsagen können. Wenn man uns um zwölf Uhr Nachts wecken und fragen würde „Was ist eigentlich Antisemitismus?“, dann sollten wir, als deutsche Studierende, definitiv in der Lage sein eine einwandfreie Erklärung abzugeben. Wieso also wieder darüber reden? Ganz einfach: Antisemitismus ist, vor allem auch in Deutschland, wieder salonfähig geworden. Und das nicht nur bei AfD-PolitikerInnen und/oder AnhängerInnen. Aber dazu kommen wir noch.

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Schlomo, Michael, die Nazis und der Islam

Kurz vor der Bundestagswahl hat sich eine eigenartige Dynamik bezüglich der rechtspopulistischen AfD ergeben. Auf einmal machte sie auf mehreren Veranstaltungen Werbung für sich, indem sie auf den Wahlhinweis auf der Seite Jewiki aufmerksam machte. Jewiki soll ein ‚jüdisches Wikipedia‘ sein, von einer deutschsprachig jüdischen Gemeinde betrieben, mit seinem Zentrum in der deutschsprachigen Schweiz. Auf dieser Seite stand vor der Bundestagswahl im September letzten Jahres tatsächlich der Hinweis, man solle die AfD wählen, da sie als einzige Partei vor den antisemitischen Muslimen schützen könne. Diesem Statement wurde vor der Wahl von keiner Partei, keiner Zeitung oder Einzelpersonen des öffentlichen Lebens widersprochen. Erst im Nachfeld der Wahl kam ein Artikel des Medienjournalisten Stefan Niggemeier, der aufzeigte, dass Jewiki keinesfalls von einer größeren Gruppe betrieben wird und noch weniger für eine jüdische Gemeinde spicht. Der Schweizer Religionswissenschaftler Michael Kühntopf ist das einzige aktive Mitglied der Platform, hat selbst alle Artikel verfasst und wenn man auf der Seite nach neuen Mitgliedern schaut, sieht man, dass er mehrere hundert Namen und Accounts selbst hinzugefügt hat. Die einzigen Beiträge auf Jewiki, die nicht aus Kühntopfs Feder stammen sind auf der Startseite verlinkte Artikel, wie der von dem Blogbetreiber rgen Fritz, der in seinem Eintrag „Warum ich den Islam ablehne“ erklärt, Muslime seien zu einer Zivilgesellschaft nicht fähig, ergo sollten sie nicht weiter nach Europa emigrieren dürfen.

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Naan-e Roghani

Zutaten:

500g

100g

3 EL

1 ½ EL

300 ml

1 großes

 

1 kleines

3 EL

Eine Prise

Eine Prise

Mehl

Öl

Zucker

Trockenhefe

Warme Milch

Ei

 

Ei

Öl

Schwarzkümmel

Sesam

 

  • Mehl und Öl zusammengeben und 2 min mixen
  • Für ein süßes Brot Zucker dazugeben, ansonsten weglassen
  • Trockenhefe einarbeiten
  • Ei und Milch hinzufügen und Teig 10 min kneten (Wenn zu trocken: 2-3 EL Milch, zu feucht: mehr Mehl)
  • Teig zu einem Ball kneten und in einer eingeölten Schüssel mit Klarsichfolie abdecken
  • 2 h ruhen lassen, bis sich die Größe verdoppelt
  • Teig in 4 Kugeln aufteilen 2 nochmal halbieren, diese 4 ausrollen zu 4 langen Reihen (ca. 80cm), je 2 miteinander flechten
  • Die anderen beiden großen Kugeln zu 1 cm dicken Kreisen ausrollen, die geflochtenen Teiglängen drumherum legen und 20 min mit feuchtem Küchentuch bedecken

 

  • Kleines Ei und 3 EL Öl miteinander mischen, Teig und Ring damit bestreichen
  • Eine Gitterstruktur leicht einritzen und den Teig mit Schwarzkümmel und Sesamsamen bestreuen
  • In vorgeheiztem Ofen bei 180°C 20-25min bzw. bis goldbraun backen

 

Nan-e Roghani ist ein sehr leckeres afghanisches Brot, das in Afghanistan gerne mit einer Tasse Tee oder Milch zum Frühstück verspeist wird.

 

Sadaf Sediq

Die Ismailiten in den Augen ihrer Gegner

Für interessierte Leser gibt es hier die im AKON April 2016 zusammengefasste Seminararbeit von Teresa Häberlein zur Polemik des sunnitischen Gelehrten al-Ġazzālī gegen die Ismāʿīlīya.

Seminararbeit Teresa

Richtigstellung AKON April 2016

In unserer letzten Ausgabe haben wir einen Artikel von Ruqia Abu Taleb mit dem Titel „Yemen is Winning“ aufgenommen. Hierbei wurde unsererseits versäumt, etwas zum Hintergrund der Autorin zu schreiben. Dies möchten wir entschuldigen und hier die Gelegenheit nutzen, dies nachzuholen:

Unser Chefredakteur Andreas Vogl war 2013 im Rahmen eines Sprachkurses in der jemenitischen Hauptstadt Sana. Einer seiner Lehrerinnen war Ruqia Abu Taleb. Ruqia ist selbst Zaiditin, hat zum damaligen Zeitpunkt jedoch einen kritischen Standpunkt den Huthis gegenüber eingenommen. Durch den Krieg änderte sich auch ihre Sichtweise der politischen Lage im Jemen. Heute betont sie, dass die Huthis im Jemen hätten eingreifen müssen, da Saudi-Arabien im Nordjemen Salafismus gefördert hätte (mehr zum Thema Salafismus im Jemen hier). Ihr Artikel wurde in den AKON aufgenommen, da er in den Augen unserer Redaktion den Standpunkt vieler – vor allem zaiditischer – Jemeniten reflektiert. Anfangs waren viele noch skeptisch was die Huthis angeht, mittlerweile genießt die Gruppe jedoch mehr Unterstützung. Die saudischen Luftangriffe haben das Feindbild Saudi-Arabien zudem verstärkt. Auf der anderen Seite ist zu betonen, dass dieser Artikel keineswegs als Sprachrohr aller Zaiditen angesehen werden darf.

Für Anmerkungen und/oder Kritik wendet euch an uns: akon [at] posteo.de!

Gewinner des 1. AKON-Fotowettbewerbs

Der Gewinner des 1. AKON-Fotowettbewerbs ist Kai Hubert mit seinem Bild des Dal-Sees in Kashmir, Indien. Der zweite Platz wurde  mit dem Bild des Noravank-Klosters in Südarmenien belegt und den dritten machte die Kalligrafie aus der Hagia Sofia in Istanbul mit dem Titel „So remain on a right course as you have beeen commanded“ von Bilge Cimen.

Dal-See in KashmirNoravank-Kloster, SüdarmenienIMG_3842-1